Wie wir arbeiten
Methodik
Diese Seite erklärt, wie der Prüfer arbeitet, welche Regeln er kennt, was er bewusst nicht erkennt und warum keine KI im Hintergrund läuft.
Architektur
grammatik-pruefen.de ist eine reine Astro-Statik-Seite mit einer React-Insel als Prüfer. Keine API, kein Backend, keine Datenübertragung. Eingaben werden ausschließlich im Browser verarbeitet, kein Wort verlässt jemals dein Gerät.
Der Pattern-Matcher liegt unter src/lib/grammarChecker.ts, die Regel-Definitionen unter grammarRules.ts — beides intern versioniert. 40 Vitest-Tests sichern die Logik ab.
30 aktive Regeln
Der Prüfer kennt aktuell 30 kuratierte Regeln:
- 14 Rechtschreibung: Tippfehler (nciht, udn, dei, mti), häufige Schreibfehler (nähmlich, vorraus, standart, Rhythmus), Reform-relevante Schreibungen (rauh, selbständig, numeriert).
- 7 Grammatik: das/dass, seit/seid, als/wie, einzigste, E-Mail-Artikel, Satzanfang-Großschreibung.
- 6 Zeichensetzung: Komma vor aber/denn/sondern, Komma vor Infinitivgruppe, doppelte Leerzeichen, Leerzeichen vor Satzzeichen.
- 3 Stil: doppelte Verneinung, Anglizismen („macht Sinn", „in 2026"), wegen/während/trotz + Dativ.
Vollständige Liste mit Beispielen unter /fehler/.
Pattern + Post-Match-Validierung
Jede Regel hat ein RegExp-Pattern, das potenzielle Stellen im Text findet. Zusätzlich kann eine Regel einen isValid()-Hook haben, der einen Match nach Kontext nachträglich verwerfen kann.
Beispiel: Die das/dass-Regel matcht „das + Personalpronomen", verwirft aber Treffer, bei denen direkt ein Bindestrich folgt („das ich-Bewusstsein" → kein Fehler) oder bei denen ein typisches Artikel-Verb davor steht („Ich sah das Du im Wörterbuch" → kein Fehler).
Was der Prüfer nicht macht
- Keine vollständige Syntaxanalyse. Komplexe Fehler wie falsche Adjektiv-Deklination („dem großen Manns") oder fehlende Verb-Valenz-Argumente werden nicht erkannt.
- Keine KI, keine Cloud-API. Anders als Tools wie LanguageTool, DeepL Write oder Grammarly läuft hier nichts in der Cloud. Vor- und Nachteil: kein Datenversand, aber auch geringere Trefferquote bei komplexen Fehlern.
- Kein semantisches Verständnis. Stilfragen jenseits klar definierter Anglizismen oder doppelter Negation kann der Prüfer nicht beurteilen.
- Keine Korrektur lebender Sprache. Was gestern „falsch" war, kann heute eingebürgert sein. Der Prüfer folgt den geltenden Duden-Empfehlungen, ist aber bei strittigen Fällen eher info-Level als error.
Genauigkeit und Grenzen
- Textlimit: maximal 10.000 Zeichen pro Prüflauf.
- Sprache: nur Deutsch. Mischtexte (DE + EN) werden geprüft, englische Sätze aber nicht.
- Geschwindigkeit: typisch unter 100 ms für 5.000 Zeichen, auf Standard-Hardware.
- False-Positive-Rate: bewusst niedrig gehalten durch isValid-Hooks; einige Edge-Cases können trotzdem markiert werden (besonders bei nominalisierten Pronomen oder ungewöhnlichen Compounds).
Verantwortung
Inhaltlich verantwortlich gem. § 18 Abs. 2 MStV: Eike-Christian Ramcke, Geschäftsführer der AKARA Solutions GmbH. Quellcode und Regeln werden intern versioniert und durch Tests abgesichert.
Wer einen Fehler oder eine fehlende Regel meldet: bitte an info@akara-solutions.de. Korrekturen werden öffentlich unter Korrekturen dokumentiert.